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Bericht BEA Pferd 2012 aus der Sicht von Kátur

Ich habe mich ja schön gewundert, als ich um 3.20 Uhr die Stimme von Tanya hörte! Sie holte mich aus dem Stall, putzte mich und führte mich in den Pferdeanhänger. Nach einer fast 2.5 stündigen Fahrt kamen wir auf dem Gelände des Nationalen Pferdezentrums in Bern an. Eine so grosse Anlage habe ich ja noch nie gesehen! Direkt daneben war das BEA-Gelände. Der Ausblick vom Riesenrad über das ganze Gelände wäre sicher toll gewesen, doch leider passe ich vermutlich nicht in die Gondel rein. Nachdem alle Mitglieder und Helfer der Jugendshowgruppe eingetroffen sind, durften wir auch schon einen Blick in die Halle werfen. Die grosse Tribüne und die Tische machten mich und einige andere Pferde ziemlich nervös, doch unsere Reiterinnen waren geduldig und haben uns alles anschauen lassen. Zurück bei den Hängern wurden wir auf Hochglanz gebracht und die Schuhe der Mädchen poliert. Die Spannung stieg, als wir wieder zur Halle gingen. Die Reiter vor uns waren ein bisschen früher fertig, weshalb wir schnell in die Halle eilten. Die vielen Leute und Fotokameras erschreckten mich und das Springseil verhedderte sich in meinem Schweif. Trotzdem wurden alle Pferde nach dem Auftritt von den Reiterinnen gelobt. Ich glaube, wir haben unsere Aufgaben gut gemacht.

Danach durften wir zurück in den kühlen Stall (es war mittlerweile 27 Grad!), um in der Mittagspause Kräfte zu sammeln für den Auftritt am Nachmittag. Auch unsere Reiterinnen suchten sich ein schattiges Plätzchen unter den Bäumen, um ein bisschen Schlaf nachzuholen. Auch der Nachmittagsauftritt verlief fast wie geplant. Bei der letzten Nummer mit dem Feuer und bei der Clownnummer von Mischi hörte ich die Zuschauer besonders laut applaudieren. Müde, aber glücklich machten wir uns zurück zu den Hängern. Das Trampolin und die Böckli wurden wieder eingeladen und wir machten uns auch wieder auf den Rückweg. Ein grosser, gelungener Anlass ging nach einem heissen, interessanten Tag vorbei.

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Royal Horse Gala in Zwickau 13. - 15. Januar 2006

Jaaa, wir sollen es nicht besser haben als die Pferde... Nicht alle waren so begeistert davon, als wir uns am Freitag Mittag trafen, um mit einem Büssli nach Zwickau zu fahren. Kotz*piiiiiiiip*-Beutel eingepackt? - ja klar! Am selben Morgen waren die Pferde von unserem Mega-Giga-Last-Transporter abgeholt worden. Da dieser nicht nach hinten zum Hof fahren konnte, kamen Chrigi und Irène schon das erste Mal ins schwitzen und unser Super-Pferde-Last-Transport-Fahrer konnte später abfahren, als er geplant hatte. Irène fuhr auch mit den Pferden und unterwegs holten sie Iris und Dúx in (ACHTUNG! Unbedingt in Dinhard-Dialekt aussprechen!) "Oberwinterthur" ab.
Also fuhren Chrigi, Maria, Franz, Alena, Ilena, Fäbu, Linda, Mischi und Tiri mit dem Büssli, welches sich schwankend vorwärts bewegte. So flogen schon zum ersten Mal die Kotz*piiiiiiip*-Tabletten. Nicht alle waren begeistert von der deutschen Rockmusik, die mit Repeat-Taste lief und die Gesangskünste der Jugendshowgruppe entblösste. Also wurde während der 7-stündigen Fahrt heftig diskutiert, wie laut den die Musik sein dürfe und nach einigen Cüpli unter den "Alten*piiiiiiip*" hatten sich die jungen Mädels unter uns durchgesetzt.
Super, die Pferde sind gut angekommen und scheinen sich in den Zelt-Boxen wohlzufühlen. Schliesslich war es fast wie in Spanien, denn ein wärmender Luft-Zug umhüllte unsere Pferde. Tja, nicht alle Pferde haben so einen Winterpelz wie unsere Isis!
Nach einer sehr gemütlichen Nacht im Hotel fuhren wir alle zur Stadthalle und wieder einmal stand Kári waschen auf dem Programm. Ziemlich bald wurde uns bewusst, was uns schon lange angekündigt wurde: Es gab keinen Abreitplatz! Zwar gab es einen grossen Parkplatz, der jedoch aus Asphalt bestand und auch noch vereist war. Naja, wir machen das Beste daraus...
Da leider noch zu wenig Leute Tickets für die Show bekauft hatten, wollten wir auf Werbe-Tour gehen. Beim gegenüberliegenden Einkaufszentrum schauten die Leute schon ziemlich doof, als wir über den riesen Parkplatz ritten! So standen wir vor dem Eingang Spalier und versuchten die Leute davon zu überzeugen Tickets zu kaufen. Gab es doch zwei Tickets für eines! Leider zeigten nur sehr wenig Leute Interesse, was unsere Stimmung jedoch nicht drücken konnte.
Natürlich wollten alle Artisten noch mit der Technik proben, sodass wir einige Zeit warten mussten, bis wir in die Halle konnten. Die Hauptprobe verlief dann nicht so besonders. Die Pferde wollten alle etwas schneller wie wir...
Mit gemischten Gefühlen bereiteten wir uns auf die Show vor. Der Vorraum der Halle galt für die Spanier als Abreitplatz, den sie flächedeckend ausnutzten. Auf einem ca. 4 x 4 Meter Raum galoppierten sie zu viert im Kreis mit unseren Mädels drauf! Nachdem wir die Shettys davon abgehalten hatten, das Viereck zu verlassen, war auch schon bald unsere Nummer dran. Kaum drin, ging alles ganz schnell. Nachdem Alena rückwärts galoppiert hatte, kam Chrigi etwas zu früh rein für die Jagd-Szene und Fjölnir galoppierte wieder los! Chrigi war doch etwas überrascht, als Alena ihn rückwärts-galoppierend überholte! "Alena, spring ab!" "Nei ich chan nöd abspringe, wänn ich rückwärts galoppiere!" Kreuz und quer galoppierte Fjölnir seine Runden, bis Mischi und Klængur ihn endlich durch abdrängeln bremsen konnten. Puh - das ging noch Mal gut! Neu dabei in unserer Show: Tiri als Showhund! Ilena, Jörp und Tiri meisterten die Aufgabe mit Bravour!
Nach dem nicht ganz so gut gelaufenen Seilspringen (Kári und Fäbu waren sich nicht wirklich einig über die Richtung, in die sie gehen wollten...) legten Chrigi und Brynjar einen super Auftritt hin. Sie sausten im James Bond - Aufzug und zur passenden Musik im Rennpass zum Ausgang raus. Das ist gar nicht so einfach, denn das Viereck ist nur 40 Meter und der ganze Vorraum ca. 15 Meter lang!
Die Rückfahrt am Sonntag war dann doch etwas ruhiger als die Hinfahrt und nicht für alle war die Reise auf dem Schnabelsberg schon zu Ende...

Royal Horse Gala in Affalterbach 6. – 8. Januar 2006

Nach 2 Wochen Dauer-Stress und einigen schlaflosen Nächten trafen wir uns alle am Morgen des 5. Januars auf dem Schnabelsberg um noch letzte Vorbereitungen zu treffen und eine End-Probe unserer Show durchzuführen.
Kári wird glänzend-weiss gewaschen (oder fast glänzend-weiss…), Mähnen-Spray ist in der Luft, ebenso Farb-Spray für die Springseile, Material in den Hänger verfrachtet, einige werden bereits nervöser, nur die Pferde scheinen zum Glück nicht zu wissen, was ihnen bevorsteht. Der Abend war rasend schnell da und einige werden wohl nicht so ruhig geschlafen haben, ist es doch für uns Jugendliche ein riesen Erlebnis, bei so einer Show mitreiten zu können. Einige machten sich mehr Sorgen um die Tatsache, dass sie bald als „Flamenco-Señoritas“ hinter einem menschlichen Spanier und auf einem pferdischen Spanier sitzen würden und das in einem Rauschen-Kleid und in den kommenden Shows!
So waren alle noch etwas müde, als wir uns am Freitag Morgen trafen. Pferde unter ReiterInnen sauften Bachblüten gleichermassen, rein in den Hänger und los geht’s! Kaum im Auto, wurden die Fress-Pakete rausgeholt und die Party kann starten. Nach fast mehr Toiletten-Stops als es Raststätten gibt sind wir trotz nicht wirklich schlauem Navigationssystem und einem halsbrecherischen Wende-Manöver an unserem Ziel: Reitanlage im Rotland in Affalterbach/Ludwigsburg. Sehr gut: unsere Pferde sind in einem Boxen-Zelt draussen untergebracht. Die Pferde kamen sehr gut an, aber verständlicherweise waren sie an diesem fremden Ort etwas nervös und aufgekratzt. Nachdem wir die Hotel-Zimmer bezogen hatten, gingen wir zurück aufs Reitgelände um unsere Pferde zu reiten. Bei Dúx und Klængur war es doch etwas schlauer, sie zuerst abzulongieren. Wahrscheinlich wären sie am liebsten gleichzeitig Kapriolen gesprungen und wild galoppiert. So waren wir doch alle ziemlich mit Bremsen beschäftigt. Wieder zurück im Hotel, hatten die Organisatoren um 18.00 Uhr eine Sitzung mit allen Akteuren geplant. Die Schweizer sind pünktlich, der Rest trudelt bald ein. „Wo sind die Spanier?“ „Die machen noch Siesta“… Und wieder zurück aufs Reitgelände, wo eine unserer Aufgaben der Show geprobt werden soll: 7 Shetlandpony-Hengste werden in die Halle gelassen und rasen dort freilaufend herum, prügeln sich und müssen dann von uns weder eingefangen werden. Ja genau, Ihr könnt Euch vorstellen, dass wir uns da erst etwas zum Affen machten, aber die kleinen frechen „Rotzlöffel“ haben wir schon fast im Griff! Nach einem feinen Besuch beim Italiener gingen wir alle früh schlafen, denn ein ereignisreicher Tag stand uns bevor. Irène und Iris waren um 6.00 Uhr schon auf den Beinen, um die Pferde zu füttern. So früh morgens waren sie jedoch nicht die Einzigen im Stall. Ein Securitas hatte die Pferde die ganze Nacht bewacht! Zwei Stunden später fuhren wir wieder auf das Reitgelände, wo Pferde putzen und Warmreiten auf dem Programm stand. Zum Glück sind Andrea, Matthias, Maria und Roli dabei, die tatkräftig mithelfen und uns immer wieder motivieren! 9.30 Uhr: unsere Hauptprobe, bei der natürlich noch einige Dinge nicht so rund liefen. Nächster Termin: Alena, Fäbu, Iris und Linda müssen proben, wie sie als Flamenco-Señoritas auf und hinter den Spaniern sitzen sollen. Das Gelächter der auf dem Boden gebliebenen flachte schnell ab und ging in Staunen über. Es ist gar nicht so einfach bei Galopp-Stops und Pirouetten oben zu bleiben! Linke Hand ans Kissen, rechte Hand um den Reiter, Daumen in Ledergürtel, Beine kreuzen, gerader Rücken und lächeln!
Schnell war es 15.00 Uhr und die Show begann. WOW, sehen die Mädels cool aus in den Flamenco-Kleidern! Mit einem strahlenden Lächeln lösten sie diese Aufgabe. Dann hiess es sofort umziehen, rein mit den Shetys und anschliessend wieder einfangen, was das Publikum natürlich total witzig fand. Dann sofort rein ins Zauberkostüm, rauf auf die Pferde und schon gings los. Dúx fand das Publikum gar nicht witzig und drehte ein paar bockende Galopp-Ehrenrunden. Iris löste das Problem souverän, Mischi machte einen fast freiwilligen Abgang durchs Tor und Jörp schien das Geklatsche auch nicht besonders zu mögen. Also waren wir doch ziemlich froh, als wir den 1. Teil einigermassen heil überstanden hatten. Nach der Pause war unsere Seilspring-Nummer an der Reihe. Fäbu und Alena reissten das Publikum so richtig mit. Das i-Tüpfelchen war der Rennpass von Chrigi und Brynjar, der die Zuschauer sehr beeindruckte.
Bald merkten wir, dass Show-Reiten doch anstrengender ist als wir dachten! Die Show dauerte nämlich 3 Stunden und wir hatten nur eine kurze Pause bis zum nächsten Auftritt. Einen Vorteil hatte das Ganze: die Pferde waren schon viel ruhiger.
Die Abendvorstellung lief schon viel besser und sogar Dúxli schaffte es in der Spur und Mischi oben zu bleiben. Unser ganzes Team, bestehend aus Irène, Chrigi, Andrea, Matthias, Maria, Roli, Alena, Fäbu, Ilena, Iris, Linda, Mischi, Brynjar, Bjartur, Dúx, Fjölnir, Jörp, Kári und Klængur, haben ganze Arbeit geleistet.
Wir möchten uns nochmals bei all unseren Helfern bedanken!
Am kommenden Freitag gehts bereits weiter nach Zwickau, wir freuen uns schon sehr darauf!

Artikel im Pegasus - Fotoshooting vom 30. Oktober 2005

Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie wir überrascht waren - die bekannte Pferdefotografin und Journalistin Christiane Slawik, die unter anderem für die Pferdezeitschrift Pegasus schreibt würde über die Jugendshowgruppe einen Artikel fürs Pegasus schreiben und hatte sich für den Sonntag, 30. Oktober 2005 angemeldet, um professionelle Fotos von uns zu machen!
Wir waren etwas überrascht, als Christiane Slawik und ihr Mann bereits um 11:00 Uhr auf dem Schnabelsberg eintrafen. Am Ende des Tages würden wir wissen, wie viel Zeit ein professionelles Fotoshooting beantsprucht... Schnell warfen wir uns in unser Jugendshowgruppe-Outfit und brachten unsere Pferde auf Hochglanz, was bei den Schimmeln im momentanen Fell nicht gerade einfach war! Bei schönstem Wetter besammelten wir uns anschliessend auf der Ovalbahn und Frau Slawik begann sofort mit dem Shooting. Bald schon merkten wir, wie schwierig es war, professionelle Fotos zu machen, denn immer wieder sagte sie: "Ihr müsst Euch noch ein bisschen mehr zu mir drehen, sonst gibt es Schatten" oder "Meine Lieben, bitte lächeln" - Klick der Kamera - "Hast Du gelacht?" äääähm... naja wir geben uns ja Mühe, aber auf Knopfdruck zu Lachen muss man erst mal lernen. Mit verschiedensten Methoden wurden die Pferde zum Ohren-Spitzen gebracht und Frau Slawik hielt uns und die Pferde super bei Laune. Staunend standen wir anschliessend vor dem Laptop und waren verblüfft, dass die Fotos so gut herausgekommen sind.
Die Arbeit war noch lange nicht zu Ende, als die Jugendshowgruppe-Mitglieder um 17:00 Uhr nach Hause fuhren. Das Interview mit Irène und Chrigi für den Artikel begann erst dann...
Es war ein anstrengendes und ereignisreiches Wochenende - und total Cooooool!!

Und hier ist Christiane Slawik's Homepage zu finden.

Auftritt am Pferdefestival in Uster vom 29. Oktober 2005

Eigentlich war am Wochenende vom 29./30. Oktober wieder einmal ein Wochenende geplant, um grundsätzliche Dinge zu üben und neue Ideen zu entwickeln - doch es kam alles ganz anders. Eine Woche vorher bat uns Eve Barmettler, Leiterin der Islandpferde Schaugruppe IPV CH, um Hilfe bei einem Auftritt am Pferdefestival in Uster.
Die Bedingungen waren nicht gerade einfach am Pferdefestival in Uster, denn der Platz für den Auftritt war beschränkt. "Wie sollen wir denn hier mit Halsring galoppieren?" "Hier können wir ja nur 2 - 3 Mal über unser Springseil springen und schon sind wir am anderen Ende des Reitplatzes!" Trotzdem machten wir das Beste daraus und zeigten unsere Bodenarbeit, Zirkuslektionen, Halsringreiten und Seilspringen. Die Stimmung war gut und wir freuten uns, wieder vor Publikum aufzutreten.
Am Abend durften wir dann beim Pferdemusical "Der Pferdeprinz" von Jean-François Pignon zuschauen und waren begeistert von seiner Art mit Pferden umzugehen. Aufmerksam schauten wir zu und fragten uns ab und zu, ob denn die Zuschauer, welche nicht viel Ahnung von Pferdeausbildung haben, überhaupt nachvollziehen können, wie viel Arbeit in so einem Auftritt steckt? Mit viel Motivation gingen wir auf den Schnabelsberg zurück.